Cervixdysplasie & HPV

Dysplasien sind Zellveränderungen, die meist durch eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) verursacht werden. Diese Veränderungen sind in der Regel gut behandelbar, es ist jedoch entscheidend, sie frühzeitig zu erkennen, da sie als Vorstufen von Krebserkrankungen gelten. Am häufigsten betreffen Dysplasien den Gebärmutterhals, können jedoch auch in der Scheide oder an den äußeren Geschlechtsorganen auftreten.

Ein wesentliches Instrument zur Früherkennung ist der PAP-Abstrich. Dabei werden Zellen vom Gebärmutterhals entnommen und im Labor untersucht. Diese Vorsorgeuntersuchung wird allen Frauen ab dem 21. Lebensjahr einmal jährlich empfohlen. Der HPV-Test wird ebenso in meiner Praxis angeboten, ab dem 30.Lebensjahr als Screening-Untersuchung oder bei auffälligem PAP-Abstrich zur weiteren Differenzierung.

Abhängig vom Befund kann eine weiterführende Abklärung durch eine Kolposkopie, also eine gezielte Betrachtung des Gebärmutterhalses mit dem Mikroskop, oder eine Biopsie erforderlich sein.

HPV-Impfung

Die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung zervikaler Dysplasien ist die HPV-Impfung. Sie wird sowohl Mädchen als auch Jungen dringend empfohlen und bietet einen hohen Schutz vor den häufigsten krebsauslösenden HPV-Typen.

Therapie der Cervixdysplasie

Wird tatsächlich eine Dysplasie diagnostiziert, stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Je nach Ausprägung kann eine operative Therapie in Form einer Konisation notwendig sein. In ausgewählten Fällen ist auch eine schonende Behandlung mit Trichloressigsäure (TCE) möglich.

Gerne beantworte ich alle Ihre Fragen zu Krebsvorstufen und individuellen Vorsorgemöglichkeiten persönlich in meiner Ordination.

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